Drei Hauptzufahrtsstraßen zur Neckarstadt-Ost verwandeln sich zu Dauerbaustellen | Bild: Stadt Mannheim
Die Straßen mutieren zu Baustellen, der Weg nach Hause wird zum „Umleidungsverkehr“: Friedrich-Ebert-Straße einspurig, Käfertaler Straße nur in eine Richtung befahrbar und die Röntgenstraße ist bald auch nur noch einspurig. Alles gleichzeitig. Der Neckarstadt-Ost droht ein Verkehrsinfarkt.
Ab Montag, 26. Januar, wird die rechte Fahrspur der Friedrich-Ebert-Straße/B 38 stadteinwärts zwischen der Grenadierstraße und der Mainstraße gesperrt. Das Abbiegen in die Hochuferstraße, die Carl-Benz-Straße oder die Mainstraße ist dann nicht mehr möglich. Will man dorthin, müssen Umwege über die Lange Rötterstraße und Moselstraße oder Grenadierstraße und Jakob-Trumpfheller-Straße gefahren werden. Ausführliche Umleitungsempfehlungen für Autofahrer finden sich am Ende des Artikels. Die Buslinie 61 muss stadteinwärts ebenfalls so umgeleitet werden.
Der Grund dafür sind vorbereitende Arbeiten für den Bauabschnitt 3c der Stadtbahn-Nord. An der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße, Hochuferstraße und Carl-Benz-Straße werden in Zukunft die Gleise verlaufen. Im Bereich der Bonifatiuskirche und gegenüber an der Kreuzung Hochufer- und Carl-Benz-Straße werden insgesamt zwei neue Haltestellen gebaut.
Die Friedrich-Ebert-Straße an der Ecke zur Carl-Benz-Straße. Schon jetzt stockt dort täglich der Verkehr | Foto: M. Schülke
Um das Verkehrschaos zeitlich zu verkürzen, wurde anders als ursprünglich geplant, beschlossen, die beiden Teilabschnitte Grenadierstraße bis Hochuferstraße sowie Carl-Benz-Straße bis Mainstraße in einem Rutsch durchzuführen. Dennoch müssen Autofahrer bis voraussichtlich Mitte April mit einem erheblichen Rückstau auf der Friedrich-Ebert-Straße/B 38 rechnen. Ab Mai wird die stadtauswärtige Fahrbahn ebenfalls auf nur eine Spur verengt.
In den Sommerferien von Ende Juli bis zum 9. September wird der Stadtbahnverkehr auf den Linien 4 und 5 in beiden Richtungen unterbrochen. In diesem Zeitraum soll zum einen der Anschluss an die neue Trasse der Stadtbahn-Nord in der Hochuferstraße stattfinden, zum anderen ein drittes Gleis zwischen Hochufer- und Lange Rötterstraße eingebaut werden.
Keine Einfahrt in die Carl-Benz-Straße und bis zur Mainstraße einspurig | Foto: M. Schülke
Käfertaler Straße
Parallel dazu ist schon seit November in der Käfertaler Straße der Bereich zwischen Eisenlohrstraße und Ludolf-Krehl-Straße einseitig gesperrt und wird noch bis September 2015 nur noch stadteinwärts befahrbar sein.
Röntgenstraße
Zu guter Letzt wurde der Bezirksbeirat Neckarstadt-Ost auf seiner letzten Sitzung zudem von der Ankündigung überrascht, dass in der Röntgenstraße (am Klinikum zwischen der Käfertaler Straße und der Cheliusstraße) der beschädigte Deckenbelag komplett erneuert und die Straße um einen durchgängigen Radweg ergänzt werden soll.
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Die Gleisbauarbeiten und die Versetzung der Fahrleitungsmaste finden von Ende März bis Ende April statt, direkt anschließend folgen die Straßenbauarbeiten vom Ende April bis Ende Mai.
Die Straßenbahnlinien 2 und 7 sind dort für die ersten vier Wochen, bis voraussichtlich 24. April, unterbrochen und müssen mit Busverkehr ersetzt werden. Für Autofahrer wird stadteinwärts nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen, in der Gegenrichtung wird dies auch zwei Wochen lang der Fall sein.
Zur Frage, warum die Maßnahme so dringend ist und nicht verschoben werden kann, zitiert der Mannheimer Morgen einen RNV-Mitarbeiter so: „Unsere Gleisanlage ist zwischen Hauptfriedhof und Käfertaler Straße so abgefahren, dass sie in diesem Jahr erneuert werden muss.“ Ob das unbedingt im Frühjahr geschehen muss, sei dahingestellt.
Auch an dieser Stelle hat man sich entschlossen, zwei verkehrsbehindernde Baumaßnahmen gleichzeitig vorzunehmen, um die Belastung für den Autoverkehr so kurz wie möglich zu halten. Problematisch ist, dass sich in diesem Straßenabschnitt die Zufahrt zum Uniklinikum befindet.
Das Thema der verstopften Rettungswege, besonders im Zusammenhang mit den Baustellen rings um die östliche Neckarstadt und Wohlgelegen, wurde bei der letzten Bezirksbeiratssitzung auch vom Leiter des Polizeireviers Neckarstadt angesprochen. Bereits ohne die einspurige Streckenführung am Klinikum und der Friedrich-Ebert-Straße ist der Weg für Rettungsfahrzeuge oft versperrt. Die Situation wird durch die Baumaßnahmen zusätzlich verschärft. Angesichts der Aufregung, die es um die Reaktionszeiten der Rettungskräfte erst neulich gab, dürfen wir gespannt sein, wie sich all diese Baumaßnahmen auf die Anfahrtszeiten auswirken werden.
Die Umleitungsstrecken. Klicken für eine größere Ansicht. | Bild: Stadt Mannheim
Insbesondere im Berufsverkehr müssen Verkehrsteilnehmer, die auf der B 38 unterwegs sind und ins Zentrum von Mannheim wollen, längere Reisezeiten einplanen. Ortskundigen wird deshalb empfohlen, den Bereich weiträumig über A 6 und A 656 zu umfahren.
Zusätzlich zu dieser Empfehlung sind folgende Umleitungsstrecken in Richtung Zentrum ausgeschildert.
U5: B 38 zur L 597 – L 538 – B 38a/Rhein-Neckar-Schnellweg bis zur B37/Wilhelm-Varnholt-Allee.
U7: B 38 zur Zielstraße – Dudenstraße – B 38a/Rhein-Neckar-Schnellweg bis zur B 37/Wilhelm-Varnholt-Allee.
U6 (Richtung Herzogenried): B 38 über Waldstraße – Sibylla-Merian-Straße – Hafenbahnstraße bis Zum Herrenried.
Zur generellen Verkehrsentlastung wurde zudem die Umleitung U9 eingerichtet. Vom Zentrum kommend werden die Verkehrsteilnehmer von der Röntgenstraße über die Feudenheimer Straße ins Gewerbegebiet Wohlgelegen geleitet.
Verkehrsteilnehmern, die aus der Innenstadt in Richtung Ulmenweg unterwegs sind, wird eine Umleitung über die Zielstraße empfohlen.
Für Anlieger im unmittelbaren Bereich rund um die Baustelle werden örtliche Umleitungsempfehlungen, zum Beispiel über Lange Rötterstraße und Moselstraße, ausgeschildert.
Umleitung der Buslinie 61:
Die Busse der Linie 61 werden während der Sperrung in Fahrtrichtung Innenstadt bis auf weiteres über Friedrich-Ebert-Straße, Lange Rötterstraße und Moselstraße umgeleitet. Die Haltestelle Wupperstraße kann in dieser Fahrtrichtung nicht bedient werden. Die Gegenrichtung ist nicht betroffen.
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Die Straßen mutieren zu Baustellen, der Weg nach Hause wird zum „Umleidungsverkehr“: Friedrich-Ebert-Straße einspurig, Käfertaler Straße nur in eine Richtung befahrbar und die Röntgenstraße ist bald auch nur noch einspurig. Alles gleichzeitig. Der Neckarstadt-Ost droht ein Verkehrsinfarkt.
(Update: Den Link zur großen Umleitungskarte hatten wir wohl zu gut versteckt…)
Friedrich-Ebert-Straße (B 38)
Ab Montag, 26. Januar, wird die rechte Fahrspur der Friedrich-Ebert-Straße/B 38 stadteinwärts zwischen der Grenadierstraße und der Mainstraße gesperrt. Das Abbiegen in die Hochuferstraße, die Carl-Benz-Straße oder die Mainstraße ist dann nicht mehr möglich. Will man dorthin, müssen Umwege über die Lange Rötterstraße und Moselstraße oder Grenadierstraße und Jakob-Trumpfheller-Straße gefahren werden. Ausführliche Umleitungsempfehlungen für Autofahrer finden sich am Ende des Artikels. Die Buslinie 61 muss stadteinwärts ebenfalls so umgeleitet werden.
Der Grund dafür sind vorbereitende Arbeiten für den Bauabschnitt 3c der Stadtbahn-Nord. An der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße, Hochuferstraße und Carl-Benz-Straße werden in Zukunft die Gleise verlaufen. Im Bereich der Bonifatiuskirche und gegenüber an der Kreuzung Hochufer- und Carl-Benz-Straße werden insgesamt zwei neue Haltestellen gebaut.
Um das Verkehrschaos zeitlich zu verkürzen, wurde anders als ursprünglich geplant, beschlossen, die beiden Teilabschnitte Grenadierstraße bis Hochuferstraße sowie Carl-Benz-Straße bis Mainstraße in einem Rutsch durchzuführen. Dennoch müssen Autofahrer bis voraussichtlich Mitte April mit einem erheblichen Rückstau auf der Friedrich-Ebert-Straße/B 38 rechnen. Ab Mai wird die stadtauswärtige Fahrbahn ebenfalls auf nur eine Spur verengt.
In den Sommerferien von Ende Juli bis zum 9. September wird der Stadtbahnverkehr auf den Linien 4 und 5 in beiden Richtungen unterbrochen. In diesem Zeitraum soll zum einen der Anschluss an die neue Trasse der Stadtbahn-Nord in der Hochuferstraße stattfinden, zum anderen ein drittes Gleis zwischen Hochufer- und Lange Rötterstraße eingebaut werden.
Käfertaler Straße
Parallel dazu ist schon seit November in der Käfertaler Straße der Bereich zwischen Eisenlohrstraße und Ludolf-Krehl-Straße einseitig gesperrt und wird noch bis September 2015 nur noch stadteinwärts befahrbar sein.
Röntgenstraße
Zu guter Letzt wurde der Bezirksbeirat Neckarstadt-Ost auf seiner letzten Sitzung zudem von der Ankündigung überrascht, dass in der Röntgenstraße (am Klinikum zwischen der Käfertaler Straße und der Cheliusstraße) der beschädigte Deckenbelag komplett erneuert und die Straße um einen durchgängigen Radweg ergänzt werden soll.
Die Gleisbauarbeiten und die Versetzung der Fahrleitungsmaste finden von Ende März bis Ende April statt, direkt anschließend folgen die Straßenbauarbeiten vom Ende April bis Ende Mai.
Die Straßenbahnlinien 2 und 7 sind dort für die ersten vier Wochen, bis voraussichtlich 24. April, unterbrochen und müssen mit Busverkehr ersetzt werden. Für Autofahrer wird stadteinwärts nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen, in der Gegenrichtung wird dies auch zwei Wochen lang der Fall sein.
Zur Frage, warum die Maßnahme so dringend ist und nicht verschoben werden kann, zitiert der Mannheimer Morgen einen RNV-Mitarbeiter so: „Unsere Gleisanlage ist zwischen Hauptfriedhof und Käfertaler Straße so abgefahren, dass sie in diesem Jahr erneuert werden muss.“ Ob das unbedingt im Frühjahr geschehen muss, sei dahingestellt.
Auch an dieser Stelle hat man sich entschlossen, zwei verkehrsbehindernde Baumaßnahmen gleichzeitig vorzunehmen, um die Belastung für den Autoverkehr so kurz wie möglich zu halten. Problematisch ist, dass sich in diesem Straßenabschnitt die Zufahrt zum Uniklinikum befindet.
Das Thema der verstopften Rettungswege, besonders im Zusammenhang mit den Baustellen rings um die östliche Neckarstadt und Wohlgelegen, wurde bei der letzten Bezirksbeiratssitzung auch vom Leiter des Polizeireviers Neckarstadt angesprochen. Bereits ohne die einspurige Streckenführung am Klinikum und der Friedrich-Ebert-Straße ist der Weg für Rettungsfahrzeuge oft versperrt. Die Situation wird durch die Baumaßnahmen zusätzlich verschärft. Angesichts der Aufregung, die es um die Reaktionszeiten der Rettungskräfte erst neulich gab, dürfen wir gespannt sein, wie sich all diese Baumaßnahmen auf die Anfahrtszeiten auswirken werden.
Am 20. Januar wurde die „Maßnahmegenehmigung Radverkehrsführung Röntgenstraße“ im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) mit Mehrheit beschlossen.
Mitteilung der Stadt Mannheim:
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