Screenshot eines Facebook-Eintrags über eine Straftat, die laut Polizei nie stattfand | Montage: Neckarstadtblog
Bei Facebook stolpern wir oft über angebliche Straftaten. Wenn sich diese in der Neckarstadt zugetragen haben sollen, fragen wir direkt bei der Polizei nach.
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Das Schema ähnelt sich meist: Die mutmaßlichen Täter sollen Ausländer, Südländer, Araber, Nordafrikaner oder Südosteuropäer sein, die angeblichen Opfer meist vermeintlich hilflose Personen wie Senioren, Kinder oder Frauen. Die vorgeblichen Taten werden möglichst dreist geschildert: Gewalt, Waffeneinsatz, Angriffe auf die Menschenwürde.
Eine neue Variante ist – wohl um die Authentizität der Behauptungen zu stützen –, dass auch die angeblichen Opfer der erfundenen Horrormärchen einen Migrationshintergrund besitzen.
So stießen wir vor kurzem auf den folgend zitierten Beitrag eines Facebook-Nutzers in einer Gruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, offen über Ausländerkriminalität zu „diskutieren“ (Hervorhebungen durch die Redaktion):
Eben gerade war ich mit unserem Doggie unterwegs zum üblichen Sonntagsmorgengassi in der Käfertaler Straße, spricht mich plötzlich ein älterer Mann an, wohl Türke oder Araber. Er sei genau hier, in der Höhe der Eichbaum Brauerei, vor ein paar Wochen von drei Asylanten (so hat er sich wortwörtlich ausgedrückt) überfallen worden. Festgehalten, Waffe an den Kopf gehalten und Geldbeutel abgenommen. Ich habe gesagt, das sei schlimm, werde ja in Mannheim auch immer schlimmer und ob er denn bei der Polizei war. Ja, sagte er, war er, aber ohne Ergebnis. Er war richtig sauer. Verständlicherweise.
Wir fragten direkt bei der Pressestelle des Mannheimer Polizeipräsidiums nach:
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Wir wüssten gerne, ob der beschriebene Vorfall tatsächlich stattgefunden hat. Gab es im fraglichen Zeitraum am genannten Ort einen Fall, auf den die Beschreibung ansatzweise passen könnte?
Die Antwort erreichte uns nach über einer Woche gründlicher interner Recherche bei der Polizei:
Über eine Straftat, wie von Ihnen dargelegt, liegen hier keine Erkenntnisse vor.
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Bei Facebook stolpern wir oft über angebliche Straftaten. Wenn sich diese in der Neckarstadt zugetragen haben sollen, fragen wir direkt bei der Polizei nach.
Das Schema ähnelt sich meist: Die mutmaßlichen Täter sollen Ausländer, Südländer, Araber, Nordafrikaner oder Südosteuropäer sein, die angeblichen Opfer meist vermeintlich hilflose Personen wie Senioren, Kinder oder Frauen. Die vorgeblichen Taten werden möglichst dreist geschildert: Gewalt, Waffeneinsatz, Angriffe auf die Menschenwürde.
Eine neue Variante ist – wohl um die Authentizität der Behauptungen zu stützen –, dass auch die angeblichen Opfer der erfundenen Horrormärchen einen Migrationshintergrund besitzen.
So stießen wir vor kurzem auf den folgend zitierten Beitrag eines Facebook-Nutzers in einer Gruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, offen über Ausländerkriminalität zu „diskutieren“ (Hervorhebungen durch die Redaktion):
Wir fragten direkt bei der Pressestelle des Mannheimer Polizeipräsidiums nach:
Die Antwort erreichte uns nach über einer Woche gründlicher interner Recherche bei der Polizei:
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