Näh-in auf dem Alten Messplatz| Foto: Neckarstadtblog
Die Antwort auf den Brandanschlag auf die Regenbogenfahne am FORUM war am Samstag eine öffentliche Fahnennähaktion auf dem Alten Messplatz.
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Nach dem Brandanschlag auf die Regenbogenfahne an der Hauswand des Jugendkulturzentrums entschlossen sich das FORUM und PLUS (Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.) gemeinsam mit anderen Unterstützer/innen (u.a. KOSI.MA) aus dem bunten Mannheim, nicht bloß mit einer Pressemitteilung darauf zu antworten. Eine Aktion im öffentlichen Raum wurde geplant.
Eine Fahne wurde zerstört, also werden wir mit vielen Fahnen auf diese Respektlosigkeit antworten.
Am Samstag, 16. Juli wurden auf dem Alten Messplatz zwei Tischreihen aufgestellt und Stoffballen in allen Farben des Regenbogens ausgerollt, um viele neue Regenbogenfahnen zu nähen. Um 12 Uhr ging es los und bald waren die meisten Nähmaschinen besetzt. Schon im Vorfeld hatten die beteiligten Organisationen „unglaublich viel Unterstützung und positive Rückmeldungen über die sozialen Medien“ erhalten und auch direkt vor Ort auf dem Alten Messplatz war es so. Bis auf eine Ausnahme, wie die männliche Hälfte der FORUMs-Doppelspitze Rainer Döhring berichtete. Ein älterer Herr habe sich im Vorbeigehen über die Aktion oder genauer den Zweck echauffiert („Solche Leute wie Sie, die…“), konnte allerdings auf Nachfragen Döhrings gar nicht so richtig sagen, was ihn denn störte. Es sind offensichtlich noch nicht alle angekommen in der Gegenwart.
Unter dem Hashtag #regenbogenmannheim (hier z.B. bei Facebook, aber auch bei anderen sozialen Netzwerken) können sich weiterhin noch alle beteiligen und Solidarität bekunden, die am 16. Juli keine Zeit hatten.
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Die Antwort auf den Brandanschlag auf die Regenbogenfahne am FORUM war am Samstag eine öffentliche Fahnennähaktion auf dem Alten Messplatz.
Nach dem Brandanschlag auf die Regenbogenfahne an der Hauswand des Jugendkulturzentrums entschlossen sich das FORUM und PLUS (Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.) gemeinsam mit anderen Unterstützer/innen (u.a. KOSI.MA) aus dem bunten Mannheim, nicht bloß mit einer Pressemitteilung darauf zu antworten. Eine Aktion im öffentlichen Raum wurde geplant.
Am Samstag, 16. Juli wurden auf dem Alten Messplatz zwei Tischreihen aufgestellt und Stoffballen in allen Farben des Regenbogens ausgerollt, um viele neue Regenbogenfahnen zu nähen. Um 12 Uhr ging es los und bald waren die meisten Nähmaschinen besetzt. Schon im Vorfeld hatten die beteiligten Organisationen „unglaublich viel Unterstützung und positive Rückmeldungen über die sozialen Medien“ erhalten und auch direkt vor Ort auf dem Alten Messplatz war es so. Bis auf eine Ausnahme, wie die männliche Hälfte der FORUMs-Doppelspitze Rainer Döhring berichtete. Ein älterer Herr habe sich im Vorbeigehen über die Aktion oder genauer den Zweck echauffiert („Solche Leute wie Sie, die…“), konnte allerdings auf Nachfragen Döhrings gar nicht so richtig sagen, was ihn denn störte. Es sind offensichtlich noch nicht alle angekommen in der Gegenwart.
Die Stadträte Thorsten Riehle (SPD, auch Geschäftsführer des Capitols) und Raymond Fojkar (Grüne) beobachteten das Treiben an den Nähmaschinen mit etwas Respekt und überließen die Arbeit zumindest während unserer Anwesenheit lieber den versierten Händen anderer. Von der Stadt Mannheim begleitete Grace Proch (Beauftragte für die Chancengleichheit von Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Identitäten) die Näh-Aktion.
Ab 16 Uhr konnte dann eine frisch genähte Fahne an der Kurpfalzbrücke begutachtet werden (Foto davon bei Facebook), wo sie über dem Grillfest am anderen Ufer ihren Zweck erfüllte.
Unter dem Hashtag #regenbogenmannheim (hier z.B. bei Facebook, aber auch bei anderen sozialen Netzwerken) können sich weiterhin noch alle beteiligen und Solidarität bekunden, die am 16. Juli keine Zeit hatten.
Nachtrag: Auf der Facebook-Seite von Kommunal-Info, deren Fotograf (zum Glück) deutlich später vorbeischaute, sieht man sehr schön, dass viele neue Flaggen genäht wurden. Besonders gelungen finden wir auch den Soli-Beitrag der Neckarstädter Guerilla-Strickerin, denn man kann Regenbögen nicht nur nähen. Und auch das Capitol hatte sich beteiligt.
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