Ein Mensch ohne Namen zieht durch eine regnerische Nacht auf der Suche nach Schutz und Geborgenheit. Er streunt durch eine ihn verurteilende, ablehnende Welt, die ihm in jeder Sekunde seine eigene Fremdheit vor Augen führt. Er ist ein Ausgegrenzter ohne Mittel und Beziehungen, voll von Enttäuschung und Wut. Wer sein Unglück darauf zurückführt, irgendwo fremd zu sein, hat immer noch die Illusion, es ginge ihm an einem anderen Ort, in einer anderen Umwelt besser. Missverstanden und getrieben berauscht er sich an einer revolutionären Vision: Am besten wäre es, überhaupt nichts mehr zu fühlen. Er träumt von einer Gemeinschaft, einem internationalen Syndikat aller Abgehängten und Unterdrückten, das die falsche Welt zertrümmern soll. „Die Grundidee meines Syndikats ist, zu verhindern, dass man geil wird, jederzeit und überall.“
Doch seine Geschichte wird brüchig, je weiter uns der Mensch mit in seine Welt nimmt. Die Zeit gerät durcheinander, die Ereignisse, von denen er erzählt, gleiten ab ins Absurde. Er kämpft um Konsistenz, doch verkommen seine Erzählungen zu Bruchstücken, Erinnerungsfetzen. Die Grenzen zwischen Wahrheit und Einbildung scheinen zu verschwimmen…
Bei der vierten Ausgabe unserer Reihe „Sommernachtslesungen“ im Rahmen von Kultur am Neckar hören wir Thorsten Danner, der einen Text von Bernard-Marie Koltès vorträgt.
Die Lesung findet auf der Neckarwiese auf Höhe des breiten Treppenzugangs direkt am Alten Messplatz statt. Die Stufen dienen gleichzeitig als Zuschauertribüne.
Der Eintritt ist frei.
Dienstag, 15. August, 20 – 21 Uhr Neckarwiese am Alten Messplatz, Neckarstadt
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Thorsten Danner trägt am Nachholtermin der vierten Sommernachtslesung am Dienstag, 15. August, einen Text von Bernard-Marie Koltès vor.
Ankündigungstext von Kultur am Neckar:
Dienstag, 15. August, 20 – 21 Uhr
Neckarwiese am Alten Messplatz, Neckarstadt
Facebook-Veranstaltung: fb.com/events/1894300064125907/
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