Erstes "Fest der Solidarität" auf dem Neumarkt | Foto: CKI
Am Samstag, 14. Juli 2018, fand zum ersten Mal das „Fest der Solidarität“ in Mannheim statt.
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Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus, Ausbeutung und Krieg“ setzte das Organisationsteam, das von mehr als 30 Vereinen, Parteien und Gruppierungen unterstützt wurde, ein neues Konzept um und veranstaltete ein alternatives Stadtteilfest auf dem zentralen Platz in der Neckarstadt-West.
DIDF hatte vor einigen Wochen das Projekt initiiert und stieß bei vielen auf offene Ohren. In kürzester Zeit wurde die Idee geboren und Vorbereitungen getroffen. Kern des politisch links geprägten Bürgerfestes waren Informationsstände zahlreicher Organisationen, ein buntes Bühnenprogramm mit Reden und kulturellen Beiträgen, außerdem Angebote für Kinder, Essen und Getränke.
Die Parteien und Vereine stellten an den Ständen ihre Arbeit vor und verteilten Lesestoff. Beim Offenen Antifa-Treffen konnte man T-Shirts selbst bedrucken, nebenan beim „NSU-Tribunal“ wurde eine Aktion zum Gedenken an die Opfer des NSU und den über 200 weiteren, die seit den 90er Jahren von Nazis ermordet wurden, vorbereitet. Das Bündnis „Mannheim gegen Rechts“ sammelte von den Gästen Ideen für Aktionen gegen die AfD bei der nächsten Kommunalwahl 2019.
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Der Verein „Mannheim sagt Ja!“ initiierte einen Flashmob mit orangefarbenen Schwimmwesten | Foto: CKI
Der Verein „Mannheim sagt Ja!“ initiierte einen Flashmob mit orangefarbenen Schwimmwesten und bekam viel Applaus, als die Aktivist*innen gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung über das Fest demonstrierten. Bei den Falken konnten sich die Kleinen auf der Hüpfburg austoben, DIDF hatte Mal- und Bastelangebote und sorgte nebenan für das leibliche Wohl der Gäste.
Auf dem „Fest der Solidarität“ gab es auch ein breites Angebot für Kinder | Foto: CKI
Auf dem „Fest der Solidarität“ gab es auch ein breites Angebot für Kinder | Foto: CKI
Von 14 bis 21 Uhr wurde ein Bühnenprogramm geboten, das mit politischen Reden, Musik und Lesungen unterhielt. Themen aus dem Stadtteil nahmen dabei einen großen Stellenwert ein. In der Mittagshitze war es auf dem ausgetrockneten Rasenplatz ohne Schatten schwer auszuhalten. Etwas Erfrischung brachte der selbstgemachte Eistee am Stand des Offenen Antifa-Treffens oder ein Eis an einem der zahlreichen Kioske, die es in der Neckarstadt-West gibt. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der anfangs noch recht leere Platz zunehmend. Ein Mitmach-Tanzkurs sorgte in der Abendsonne für entspannte Stimmung und gute Laune. Viele Bewohner*innen des Stadtteils waren mittlerweile hinzu gekommen, angezogen von Musik und Hüpfburg.
Viele Bewohner*innen des Stadtteils wurden von Musik und Hüpfburg angezogen | Foto: CKI
Das Fest konnte auch eine Lücke im Stadtteil nutzen. Der Bürgerverein, Veranstalter der Neckarstädter Stadtteilfeste in den letzten Jahren (auf dem Alten Messplatz), befindet sich zur Zeit in einer Krise und musste sein diesjähriges Fest absagen. Das „Fest der Solidarität“ will sicherlich keine Konkurrenzveranstaltung dazu sein, sehr wohl aber ein weiteres Angebot für den Stadtteil zur Kommunikation, Integration und Begegnung der Menschen miteinander. Mit wem man auch sprach, Gäste, Standbetreiber*innen und Organisator*innen, alle werteten den ersten Versuch des „Fests der Solidarität“ als Erfolg. Viele Ideen und Verbesserungsvorschläge wurden bereits gesammelt, eine Fortsetzung im nächsten Jahr scheint offenbar schon ziemlich sicher zu sein.
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Am Samstag, 14. Juli 2018, fand zum ersten Mal das „Fest der Solidarität“ in Mannheim statt.
Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus, Ausbeutung und Krieg“ setzte das Organisationsteam, das von mehr als 30 Vereinen, Parteien und Gruppierungen unterstützt wurde, ein neues Konzept um und veranstaltete ein alternatives Stadtteilfest auf dem zentralen Platz in der Neckarstadt-West.
DIDF hatte vor einigen Wochen das Projekt initiiert und stieß bei vielen auf offene Ohren. In kürzester Zeit wurde die Idee geboren und Vorbereitungen getroffen. Kern des politisch links geprägten Bürgerfestes waren Informationsstände zahlreicher Organisationen, ein buntes Bühnenprogramm mit Reden und kulturellen Beiträgen, außerdem Angebote für Kinder, Essen und Getränke.
Die Parteien und Vereine stellten an den Ständen ihre Arbeit vor und verteilten Lesestoff. Beim Offenen Antifa-Treffen konnte man T-Shirts selbst bedrucken, nebenan beim „NSU-Tribunal“ wurde eine Aktion zum Gedenken an die Opfer des NSU und den über 200 weiteren, die seit den 90er Jahren von Nazis ermordet wurden, vorbereitet. Das Bündnis „Mannheim gegen Rechts“ sammelte von den Gästen Ideen für Aktionen gegen die AfD bei der nächsten Kommunalwahl 2019.
Der Verein „Mannheim sagt Ja!“ initiierte einen Flashmob mit orangefarbenen Schwimmwesten und bekam viel Applaus, als die Aktivist*innen gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung über das Fest demonstrierten. Bei den Falken konnten sich die Kleinen auf der Hüpfburg austoben, DIDF hatte Mal- und Bastelangebote und sorgte nebenan für das leibliche Wohl der Gäste.
Von 14 bis 21 Uhr wurde ein Bühnenprogramm geboten, das mit politischen Reden, Musik und Lesungen unterhielt. Themen aus dem Stadtteil nahmen dabei einen großen Stellenwert ein. In der Mittagshitze war es auf dem ausgetrockneten Rasenplatz ohne Schatten schwer auszuhalten. Etwas Erfrischung brachte der selbstgemachte Eistee am Stand des Offenen Antifa-Treffens oder ein Eis an einem der zahlreichen Kioske, die es in der Neckarstadt-West gibt. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der anfangs noch recht leere Platz zunehmend. Ein Mitmach-Tanzkurs sorgte in der Abendsonne für entspannte Stimmung und gute Laune. Viele Bewohner*innen des Stadtteils waren mittlerweile hinzu gekommen, angezogen von Musik und Hüpfburg.
Das Fest konnte auch eine Lücke im Stadtteil nutzen. Der Bürgerverein, Veranstalter der Neckarstädter Stadtteilfeste in den letzten Jahren (auf dem Alten Messplatz), befindet sich zur Zeit in einer Krise und musste sein diesjähriges Fest absagen. Das „Fest der Solidarität“ will sicherlich keine Konkurrenzveranstaltung dazu sein, sehr wohl aber ein weiteres Angebot für den Stadtteil zur Kommunikation, Integration und Begegnung der Menschen miteinander. Mit wem man auch sprach, Gäste, Standbetreiber*innen und Organisator*innen, alle werteten den ersten Versuch des „Fests der Solidarität“ als Erfolg. Viele Ideen und Verbesserungsvorschläge wurden bereits gesammelt, eine Fortsetzung im nächsten Jahr scheint offenbar schon ziemlich sicher zu sein.
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Der Bericht wurde auch bei Kommunalinfo Mannheim veröffentlicht.
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